Kontakt

Unter folgender Rufnummer können Sie einen Termin zur Prostata-Karzinom-Sprechstunde vereinbaren:

Telefon: (0201) 174-29001
Telefax: (0201) 174-29000
E-Mail: a.bartelds@kliniken-essen-mitte.de



Evang. Huyssens-Stiftung

Das Prostata-Karzinom-Zentrum

Das Prostatakarzinom ist in Deutschland der häufigste bösartige Tumor beim Mann mit ca. 31.000 Neuerkrankungen im Jahr. Das Prostatakarzinom stellt als zweithäufigste krebsbedingte Todesursache beim Mann auch ein gesundheitspolitisches Problem dar, das auf Grund der demographischen Entwicklung bzw. der Alterung der Bevölkerung in den nächsten Jahren vermehrt in den Vordergrund treten wird.

Die Diagnostik und die Behandlung dieser Geschwulst sind sehr komplex geworden. So ist eine intensive inter- und intradisziplinäre Zusammenarbeit die Voraussetzung, die Patienten optimal und individuell, entsprechend der Ausprägung und Eigenart ihrer Erkrankung, effektiv zu behandeln.

Die rasante Entwicklung der Labordiagnostik, der nuklearmedizinischen Verfahren und der bildgebenden Diagnostik, die Weiterentwicklung der schonenden operativen Techniken, der strahlentherapeutischen Verfahren und der medikamentösen Behandlung mit wirksamen Zytostatika, bieten vielfältige Möglichkeiten zur Behandlung dieser Erkrankung. Diese Weiterentwicklung in den oben genannten Bereichen macht es jeder einzelnen an der Diagnostik und Behandlung des Prostatakarzinoms beteiligten Disziplin sehr schwer, diesem Fortschritt zu folgen, und in allen genannten Bereichen detailliertes Wissen zu besitzen.

Daher ist es folgerichtig, die benötigen Kompetenzen in einer Institution zu bündeln und so dem Patienten eine ganzheitliche Behandlung und und den an der Behandlung dieser Erkrankung beteiligten Fachärzten eine umfassende Beratung anzubieten.


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Mitglieder


Mitglieder des Zentrums aus den Kliniken Essen-Mitte:

  • Klinik für Urologie, Kinderurologie und urologische Onkologie
    Leiter Prof. Dr. med. Darko Kröpfl

  • Klinik für Innere Medizin IV: Internistische Onkologie/Hämatologie
    Leiter Prof. Dr. med. Hansjochen Wilke

  • Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie
    Leiter Priv.-Doz. Dr. med. Jens-Albrecht Koch

  • Klinik für Innere Medizin V: Naturheilkunde u. Integrative Medizin
    Leiter Prof. Dr. med. Gustav Dobos

  • Pathologisches Institut an den Kliniken Essen-Mitte
    Leitung Priv.-Doz. Dr. med. Arnold, Priv.-Doz. Dr. med. Bierhoff
    und Dr. med. Pahnke

Externe Mitglieder des Zentrums:

  • Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie des Alfried Krupp Krankenhauses
    Leiter Prof. Dr. med. Seegenschmiedt

  • Klinik für Strahlentherapie des Universitätsklinikums Essen
    Direktor Prof. Dr. med. Stuschke

  • Institut für Pathologie der Helios Kliniken Wuppertal GmbH
    Direktor Prof. Dr. med. Störkel

  • ATZ - Ambulantes Tumorzentrum
    S. Draia u. Dr. med. A. Koziorowski
    Fachärzte für Strahlentherapie


Assoziierte Mitglieder des Zentrums:

  • Niedergelassene Urologen
  • Niedergelassene medizinische Onkologen
  • Strahlentherapeuten

Das Zentrum arbeitet eng mit seinen assoziierten Mitgliedern zusammen - als deren Partner in der Diagnostik, der Behandlung und bei der Nachsorge der behandelten Patienten.

Die Kollegen erhalten die Möglichkeit, ihre Mitgliedschaft im Prostata-Karzinom-Zentrum als besonderes Qualitätsmerkmal hervorzuheben und alle Leistungen des Zentrums in Anspruch zu nehmen.

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Zielsetzung

Als Prostata-Karzinom-Zentrum diagnostizieren und behandeln wir sämtliche gut- und bösartigen Erkrankungen der Prostata.

Gutartige Prostatavergrößerung:

Die gutartige Vergrößerung der Prostata findet sich bei fast allen Männern über 60 Jahre. Oft sind die Patienten beschwerdefrei. Liegen keine Beschwerden vor, ist auch kein Grund für eine Behandlung gegeben.

Typische Beschwerden sind:
  • Häufigeres nächtliches Wasserlassen
  • Verzögerter Beginn des Wasserlassens
  • Abschwächung des Harnstrahles
  • Resturin in der Blase nach dem Wasserlassen

Werden diese Beschwerden ignoriert und die Erkrankung schreitet fort, kann es bis zu einem Stau des Urins in den Nieren kommen. Die Folge davon kann eine Funktionsstörung der Nieren sein, die im Extremfall dauerhaft ist.

Die Diagnostik wird mittels körperlicher Untersuchung, Tastung der Prostata und Ultraschall des Bauchraumes und durch den Enddarm (TRUS) in aller Regel durch Ihren niedergelassenen Urologen durchgeführt. Er entscheidet, welche Form der Therapie sinnvoll ist. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, zunächst medikamentös mit sog. Alphablockern zu behandeln. Sind hierunter die Beschwerden nicht zufriedenstellend zu behandeln, kommen operative Verfahren in Frage.

Je nach Größe der Prostata, Alter und Begleiterkrankungen des Patienten kommt die Entfernung des gutartigen Prostatagewebes mittels elektrischer Schlinge, Laser, offen-chirurgisch oder minimal-invasiv (laparoskopisch) in Frage.

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Bösartige Neubildung der Prostata:

Ein Schwerpunkt unserer Klinik ist die operative Behandlung des Prostatakarzinoms. Das Prostatakarzinom ist eine sehr häufige Erkrankung, die gerade in den letzten Jahren durch die breitflächige Nutzung des PSA-Wertes im Rahmen der Vorsorge vermehrt diagnostiziert werden konnte. Dank des PSA-Wertes wird in vielen Fällen der Tumor in einem Frühstadium gefunden, was mit der nachfolgenden entsprechenden Therapie meistens zu einem nahezu beschwerdefreien Leben über viele Jahre bis Jahrzehnte führt.

Bei einem lokal begrenzten, nicht metastasierten Prostatakarzinom ist in den meisten Fällen die Totaloperation der Prostata angezeigt. Diese wird bei uns über einen Bauchschnitt ca. 200 Mal im Jahr durchgeführt. Die Hauptkomplikationen dieses Eingriffes sind Harninkontinenz und Impotenz. Um diese Komplikationen möglichst gering zu halten, führen wir nach Möglichkeit eine nervenerhaltende Operation durch. Dazu verwenden wir bei dem Eingriff eine starke Lupenvergrößerung und arbeiten mit sog. Schnellschnitten, d.h. mikroskopischen Untersuchungen während der Operation.

Ab März 2009 bieten wir auch die sogenannte da Vinci® Prostatektomie an - eine minimal-invasive Prostatektomie mittels des Roboter-assistierten da Vinci® Systems. Näheres zur da Vinci® Prostatektomie stellen wir Ihnen auf der Seite da Vinci® Operationen vor.

Eine regelmäßige Qualitätskontrolle führen wir basierend auf einer Datenerfassung bei mittlerweile über 1600 Patienten durch.

Kommt aus bestimmten Gründen eine Operation nicht in Frage, ist bei dem lokal begrenzten Tumor eine Bestrahlung die Therapie der Wahl. Diese kann ambulant über einen Zeitraum von mehreren Wochen in einer Strahlenklinik durchgeführt werden.

Hat der Tumor bereits Tochtergeschwülste gesetzt, kann in vielen Fällen über eine Hormonbehandlung oder eine Chemotherapie über einige Jahre ein beschwerdefreies Leben ermöglicht werden. Grundsätzlich arbeiten wir bei allen Patienten eng mit den niedergelassenen Urologen, Pathologen, Nuklearmedizinern, Radiologen, Strahlentherapeuten und Onkologen zusammen. In weit fortgeschrittenen Fällen kann auch eine Schmerztherapie und die Betreuung durch die Palliativmedizin sinnvoll sein. Interdisziplinär wird so ein Therapiekonzept erstellt, das dem Stadium der Erkrankung entspricht.

Aus dieser Zusammenarbeit ist das erfolgreiche Projekt der Integrierten Versorgung entstanden, dessen Zielsetzung sich in der Arbeit unseres Prostata-Karzinom-Zentrums widerspiegelt.

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