Evang. Huyssens-Stiftung

Steinleiden

Die Urologische Klinik der Kliniken Essen-Mitte ist spezialisiert auf die Behandlung des Harnsteinleidens. Das liegt sicherlich zum einen darin begründet, dass wir einen an dieser Erkrankung besonders interessierten und darauf spezialisierten Oberarzt in unserer Abteilung haben (Herr Dr. Stefan Weinknecht) und zum anderen natürlich auch an einer hervorragenden und modernsten Ausrüstung, über die wir verfügen.

Dazu gehören
  • der eigene Lithotryptor (Steinzertrümmerer),
  • eine modernste Röntgenanlage,
  • starre und biegsame Harnleiterspiegelinstrumente
  • sowie der für die Steinzertrümmerung besonders geeignete Holmium-Yag Laser.

Krankheitsbild

Die Steinbildung in den Nieren und den ableitenden Harnwegen - lateinisch als Urolythiasis bekannt - ist ein seit der Antike bekanntes Krankheitsbild.
Die an Harnsteinen erkrankten Patienten suchen den Arzt meistens wegen der Koliken und/ oder des blutigen Urins auf. Die Schmerzen werden als kaum erträglich beschrieben und können in ihrer stärksten Ausprägung nur durch Spritzen mit stark wirksamen Schmerzmedikamenten unterbrochen werden.

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Behandlung


Gelingt das nicht, muss die Niere entlastet werden, was mittels Harnleiterschienen, dünnen Schläuchen, die in Narkose endoskopisch (über die Harnröhre und Harnblase) gelegt werden, erfolgt.

Manchmal ist dieses Vorgehen nicht möglich, so dass die mit Ultraschall geortete gestaute Niere von außen mit einer Nierenfistel versorgt wird.

Ist der festgestellte Kolik-erzeugende Harnstein im Harnleiter, so kann er mit einem Ureterorenoskop, einem sehr feinen Spiegelinstrument, gelegentlich entfernt werden.
Größere Steine werden, wenn möglich, in die Niere gebracht, wo sie dann mit Stoßwellen zertrümmert werden können. Bei dieser Maßnahme (ESWL), die unter Gabe von Schmerz- und Beruhigungsmedikamenten erfolgt, werden außerhalb des Körpers in einem so genannten Lythotryptor elektrohydraulisch Stosswellen erzeugt, die unter Ultraschall- oder Röntgenkontrolle zum Stein gerichtet werden, um dort ihre maximale Wirkung zu entfalten.

Geschieht die Harnsteinbehandlung außerhalb einer Notsituation, so sind die Behandlungsmöglichkeiten vielfältig. Bei kleineren Harnleitersteinen ist häufig mit einem spontanen Steinabgang zu rechnen, was durch Gabe von dazu geeigneten Medikamenten gefördert wird. Sind die Harnleitersteine größer oder gehen nicht spontan ab, so werden sie mittels feinster starrer oder biegsamer Spiegelinstrumente (Ureterorenoskope) geortet, am Stück - oder nach Zerteilung mit Laser - in Teilen entfernt.

Die speziellen biegsamen Spiegelinstrumente ermöglichen eine Entfernung der kleinsten Steine auch aus den am schwierigsten zugänglichen Bereichen der Niere. Eine solche Behandlung ist gelegentlich notwendig nach einer ESWL, wobei sich kleinere Steinreste nach erfolgreicher Steinzertrümmerun gerne in der unteren Kelchgruppe einnisten.

Bei größeren Nierenbecken- oder Kelchsteinen wenden wir die so genannte perkutane Lithothrypsie an. Bei dieser minimal invasiven operativen Methode wird die Niere unter Ultraschall- und Röntgen-Kontrolle geortet und gezielt durch die Haut und Muskeln der Flankengegend angebohrt, so dass geeignete Instrumente in die Niere eingebracht werden können, um den oder die Steine am Stück oder nach Zertrümmerung entfernen zu können.

Die gewonnenen Steine werden analysiert, um deren Zusammensetzung zu erfahren, damit eventuelle Rückschlüsse über die möglichen Ursachen der Steinbildung gezogen werden können.

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Steinentstehung


  • Neben angeborenen Stoffwechselstörungen sind die wichtigsten Ursachen
  • die einseitige Ernährung,
  • geringe Flüssigkeitszufuhr
  • und schlechter Harnabfluß.

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