Ambulantes Tumorzentrum
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Durchgeführte Operationen im Jahr 2006
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Radikale Prostatektomie:
n = 208
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Radikale Zystektomie:
n = 37
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Radikale Nephrektomie:
n = 31
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Radikale Orchidektomie:
n = 18
Tumorchirurgie
Im Folgenden erfahren Sie einiges zu Tumorerkrankungen und dazugehörenden operativen Eingriffen in der Urologie:
Prostatatumore
Als Prostatazentrum diagnostizieren und behandeln wir sämtliche gut- und bösartigen Erkrankungen der Prostata. Dabei stellt die Behandlung des bösartigen Prostatatumors einen unserer Schwerpunkte dar. Aus diesem Grund widmen wir diesem Themenkomplex unsere besondere Aufmerksamkeit. Weitere Informationen finden da daher auf einer extra Seite Prostatazentrum.Eine neue Operationstechnik der radikalen Prostatektomie, die Roboter-assistierte minimal-invasive Prostatektomie mit dem da Vinci® System, stellen wir Ihnen auf der Seite da Vinci® Operationen vor.
Nierentumore
Die häufigste Operation bei einem Nierentumor ist die Entfernung des Tumors unter Erhalt der Niere. Darüber hinaus gibt es jedoch neben der kompletten Entfernung der befallenen Niere auch Eingriffe, bei denen neben der Bauchhöhle auch die Brusthöhle eröffnet werden muss und somit eine Zusammenarbeit mit Gefäß- oder Herzchirurgen erforderlich wird. Alle diese Eingriffe werden in unserer Abteilung in Zusammenarbeit mit gefäß- oder herzchirurgischen Abteilungen benachbarter Krankenhäuser durchgeführt.Unsere Abteilung ist spezialisiert auf nierenerhaltende Operationen. Sollte eine komplette Entfernung der Niere erforderlich sein, kann diese grundsätzlich auch laparoskopisch, d. h. in der sog. „Schlüssellochtechnik“, bei uns durchgeführt werden.
Nicht bei allen Patienten mit Nierentumoren ist eine Operation die geeignete Behandlungsmethode. Bei manchen Patienten reicht eine engmaschige Kontrolle als Behandlung aus. Bei einem Fortschreiten der Erkrankung kann auch eine medikamentöse, bei Schmerzen auch eine Schmerztherapie angezeigt sein.
Die enge Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Urologen, Pathologen, Nuklearmedizinern, Strahlentherapeuten und medizinischen Onkologen sowie der Palliativmedizin ermöglicht es uns, die geeignete Diagnostik und Therapieform entsprechend dem Tumorstadium Ihrer Erkrankung zu bestimmen.
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Harnblasenkarzinom
Das Harnblasenkarzinom ist eine der häufigsten Tumorerkrankung, deren Auftreten mit fortgeschrittenem Alter steigt.Die operative Behandlung reicht von der einmaligen endoskopischen Behandlung durch die Harnröhre (transurethrale Resektion, TUR) über wiederholte Eingriffe dieser Art bis hin zur operativen Entfernung der Harnblase.
In der Diagnostik und der endoskopischen Behandlung des Harnblasenkarzinoms benutzen wir das sog. „Blaulicht“, von dessen Anwendung wir verbesserte Behandlungserfolge erwarten.
In der Behandlung von Ersttumoren führen wir nach Möglichkeit immer unmittelbar nach dem Eingriff eine medikamentöse Zusatzbehandlung durch, die die Häufigkeit einer erneuten Tumorbildung reduzieren soll.
Sollte die Harnblase komplett entfernt werden müssen, wird eine alternative Harnableitung benötigt. In unserer Abteilung werden alle gängigen Harnableitungen angeboten wie die Neoblase, der künstliche Seitenausgang (Conduit), die Einleitung des Urins in den Darm und auch Reservoire, die regelmäßig über einen Katheter entleert werden müssen.
Bei diesen Eingriffen verfügen wir über eine langjährige Erfahrung und wenden sie auch bei entsprechender Indikation im höheren Lebensalter an
(BJU Int. 2005 Jun ;95 (9):1211-4 15892803).
Im postoperativen Verlauf eines solchen Eingriffes führen wir regelmäßig die sog. "Fast-Track" Behandlung durch. Hierbei werden die Patienten über eine spezielle Schmerzbehandlung schmerzfrei gehalten und können dadurch bereits frühzeitig mobilisiert werden. Die erste Nahrungsaufnahme erfolgt bereits am Abend des Operationstages.
Nicht bei allen Patienten mit einem Harnblasenkarzinom ist die Operation die geeignete Behandlungsform. Manchmal kann eine Strahlentherapie alleine, manchmal auch in Kombination mit einer Chemotherapie erforderlich sein. Auch hier ist eine enge Zusammenarbeit mit anderen Fachdisziplinen sowie dem niedergelassenen Urologen gewährleistet.
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Nierenbecken- und Harnleitertumore
Nierenbecken- und Harnleitertumore sind fast immer bösartig und gleichen Ursprungs wie das Harnblasenkarzinom, treten allerdings viel seltener auf. Bei Tumoren im Frühstadium führen wir, falls möglich, organerhaltende endoskopische Eingriffe durch. Hier kommt vor allem der Laser zum Einsatz. Wie auch beim Harnblasenkarzinom wird in der endoskopischen Diagnostik das sog. „Blaulicht“ eingesetzt.In der Behandlung des fortgeschritteneren Tumors muß in aller Regel die betroffene Niere bzw. der Harnleiter entfernt werden. Hier bevorzugen wir die laparoskopische, d. h. minimal-invasive Schlüsselloch-Technik. Haben sich bereits Metastasen gebildet, so kann eine Chemotherapie sinnvoll sein. Wie bei allen Tumoren ist auch hier eine enge Zusammenarbeit von Urologen, Pathologen, Nuklearmedizinern, Radiologen, Strahlentherapeuten und Onkologen gewährleistet.
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Hodentumore
Beim Erstbefund eines Hodentumors wird der betroffene Hoden über einen Leistenschnitt komplett entfernt. Im Rahmen der mikroskopischen Untersuchung kann der Pathologe die Größe und eine genauere Zuordnung des Tumors treffen. Diese Daten bestimmen die weitere Behandlung. Zusätzlich geben sog. Tumormarker - beim Hodentumor AFP, ß-HCG, PLAP, LDH - genauere Auskunft über das Tumorstadium.Bei manchen Patienten ist keine weitere Therapie erforderlich, lediglich engmaschige Kontrollen. Dieses setzt jedoch eine Mitarbeit des Patienten voraus und die Bereitschaft, zumindest anfänglich sich monatlichen Kontrollen zu unterziehen. In den meisten Fällen ist jedoch eine weitere Behandlung erforderlich. Diese kann in Form einer Strahlentherapie oder einer Chemotherapie angezeigt sein.
In bestimmten Fällen, manchmal auch nach einer Strahlen- oder Chemotherapie, ist eine sog. retroperitoneale Lymphknotenentfernung notwendig. Bei dieser großen Operation werden die Lymphdrüsen entlang der großen Bauchgefäße entfernt. Wir führen diesen Eingriff unter Lupenvergrößerung durch, um die dort verlaufenden Nerven zu schonen und somit bei den in aller Regel jungen Patienten den fehlenden Samenerguss zu vermeiden.
Auch bei dieser Tumorerkrankung arbeiten wir selbstverständlich mit niedergelassenen Urologen, Pathologen, Strahlentherapeuten, Gefäßchirurgen und medizinischen Onkologen eng zusammen, um das dem Tumorstadium entsprechende optimale Therapieregime festzulegen.
Im Rahmen einer Hodentumorbehandlung kann eine Zeugungsunfähigkeit auftreten. Bei Patienten, die die Familienplanung noch nicht abgeschlossen haben, ist es sinnvoll, sich mit einer Praxis für Reproduktionsmedizin (künstliche Befruchtung) in Verbindung zu setzen, um ggf. eine Spermaprobe einfrieren zu lassen. Die Kosten hierfür werden in aller Regel jedoch nicht von den Krankenkassen übernommen.
Eine entsprechende Praxis in Essen ist "novum - das Zentrum für Reproduktionsmedizin", deren Homepage Sie über den folgenden Link erreichen können:
novum - das Zentrum für Reproduktionsmedizin in Essen
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Peniskarzinom
Das Peniskarzinom ist eine sehr seltene Erkrankung. Sie macht sich durch flache oder erhabene, meistens zunächst schmerzlose Veränderungen an der Eichel oder im Bereich der Vorhaut bemerkbar. Diese können als Geschwüre, Rötungen oder Warzen auftreten. Besonders gefährdet sind Patienten mit einer Phimose, da die Vorhaut dabei nicht mehr zurückgestreift werden kann und somit keine Selbstuntersuchung auf auffällige Veränderungen möglich ist.Besteht der Verdacht auf ein Peniskarzinom ist der erste Schritt in aller Regel eine Probeentnahme zur mikroskopischen Untersuchung. Bestätigt sich der Verdacht auf eine bösartige Veränderung, erfolgt in frühen Stadien die Behandlung mittels Laser. Hierdurch kann oftmals die Eichel erhalten werden. Bei fortgeschrittenen Stadien kann die Behandlung bis hin zu einer Penisamputation erforderlich sein. Besteht ein weitergehendes Risiko für eine Metastasierung, ist die Entfernung der Leistenlymphknoten, seltener auch der Beckenlymphknoten erforderlich.
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