Sexuelle Rehabilitation

Hier finden Sie Schemata zur sexuellen Rehabilitation. Sprechen Sie Ihren niedergelassenen Urologen an, ob für Sie nach einer radikalen nervenerhaltenden Prostatektomie eines dieser Schemata in Frage kommt. Die Kosten für die sexuelle Rehabilitation müssen in der Regel von Ihnen selber übernommen werden.

Sexuelle Rehabilitation - Schemata

Weitere Informationen

Im Folgenden bieten wir Ihnen Links an, die Ihnen allgemeine Informationen zu urologischen Erkrankungen sowie Operationen bieten.

urologenportal

Wertsachen und medizinische Hilfsmittel

Bitte beachten Sie: Wertgegenstände geben Sie am besten vor der Operation Ihren Familienangehörigen mit. Alternativ schließen Sie diese bitte in Ihrem Schrank / im Safe ein und geben den Schlüssel im Stationszimmer ab.

Brillen, Hörgeräte, Prothesen etc. bewahren Sie am besten in entsprechenden Aufbewahrungsbehältnissen auf und belassen diese in Ihrem Nachtschrank.

Allgemeine Informationen

Für alle Operationen gelten in der Regel folgende Abläufe:

Abzusetzende Medikamente

  • Wir bitten Sie, die Einnahme von gerinnungshemmenden Medikamenten (z.B. Aspirin®, ASS®, Spalt®, Thomapyrin®, Plavix®, Tiklyd®) nach Rücksprache mit Ihrem Hausarzt spätestens sieben Tage vor der Aufnahme abzusetzen!

  • Eine Marcumartherapie ist nach sorgfältiger Rücksprache mit dem Hausarzt und entsprechendem Ersatz durch Heparin ebenfalls spätestens eine Woche vor der geplanten stationären Aufnahme auszusetzen.

Infekte

  • Harnwegsinfekte und Infekte der Atemwege sollten unbedingt vor der stationären Aufnahme durch Ihren niedergelassenen Urologen oder Hausarzt ausgeschlossen werden.

  • Bei einem akut auftretenden Infekt zur Zeit des Operationstermines kann es notwendig sein, die Operation zu verschieben. Bitte halten Sie in solchen Fällen Rücksprache mit unserer Abteilung.

Operationsvorbereitungen am Vortag der Operation

  • Abführmaßnahmen
  • Ernährung: Möglichst leichte Kost
  • Duschen oder Baden
  • Spätestens ab 24:00 Uhr nicht mehr essen, trinken und rauchen

Operationsvorbereitungen am Operationstag

  • Anziehen der Antithrombosestrümpfe vor dem Aufstehen
  • Rasur im Bereich des Operationsfeldes
  • Ablegen von Zahnersatzteilen (Brücken, Prothesen)
  • Ablegen von Brillen und Hörgeräten
  • Ablegen von sonstigen Körperprothesen
  • Ablegen von Schmuck (Ringe, Ohrringe, Ketten, Piercing-Stecker, Uhr etc.)
  • Nach der Morgentoilette Anziehen des OP-Hemdes
  • Nüchtern bleiben, auch nicht rauchen
  • Einnahme von neu verordneten oder bis jetzt genommenen Medikamenten nach Anordnung

Informationen zu einzelnen Operationen

Im Folgenden finden Sie relevante Informationen zu ausgewählten Operationen. Die Angaben können je nach perioperativem Verlauf variieren:

Radikale Prostatektomie


  • Aufnahme: Einen Tag vor der Operation

  • Operationsdauer: Zwischen 2 1/2 und 3 Stunden

  • Narkoseart: Kombination einer Allgemeinnarkose mit einer Rückenmarksnarkose

  • Überwachung: Ja
    Aufenthalt zur Überwachung auf der Aufwachstation für ca. 2 Stunden. In dieser Zeit können Sie nicht von Ihren Angehörigen besucht werden

  • Schmerztherapie: Eventuell Behandlung mittels einer Morphium-Pumpe (je nach Bedarf und Absprache)

  • Magensonde: Nein

  • Redonflaschen / Drainagen: Ja
    Die Wundflüssigkeit wird aus dem Operationsgebiet mittels mehrerer Drainagen über mehrere Tage abgeleitet

  • Dauerkatheter: Ja
    Entfernung in der Regel am 5. postoperativen Tag (in Abhängigkeit von der Röntgen-Kontrolluntersuchung)

  • Mobilisation: Am Operationstag abends

  • Abführen: Am 2. postop. Tag

  • Ernährung:
    • Am Operationstag abends: Tee, evtl. Joghurt
    • Schonkost ab dem 1. postop. Tag
    • Normale Kost ab dem 3. postop. Tag
  • Kontrolluntersuchungen: Ja
    • Röntgenkontrolle der Nahtdichtigkeit der Verbindung der Harnröhre und der Harnblase (Anastomose) am 5. postop. Tag

    • Blutlaborkontrolle
  • Entlassung: In der Regel am 6. bzw. 7. postop. Tag

  • Besonderheiten:
    • Bei Undichtigkeit der Anastomose kann sich der stationäre Aufenthalt um einige Tage verlängern. Evtl. kann es notwendig sein, dass Sie mit einem liegenden Harnröhrenkatheter entlassen werden, der in der Regel 1 bis 2 Wochen verbleibt. In diesem Fall werden Sie mit einem Beinbeutel versorgt, der eine möglichst geringe Bewegungseinschränkung gewährleistet. Der Katheter wird von Ihrem niedergelassenen Urologen entfernt.

    • Gelegentlich kommt es nach der Entfernung des Harnröhrenkatheters zu einem Harnverhalt, so dass eine Neuanlage des Katheters für ein oder zwei Tage notwendig wird.
  • Zusatzinformation für die Zeit nach Entlassung:
    • Mindestens 4 Wochen nicht Fahrrad fahren
    • Mindestens 4 Wochen langes Sitzen vermeiden
    • Mindestens 4 Wochen keine ausgedehnten Spaziergänge
    • Mindestens 4 Wochen schwere körperliche Anstrengungen und schweres Heben vermeiden

    • Sexuelle Rehabilitation: Eine sexuelle Rehabilitation soll nach Rücksprache mit ihrem behandelnden Urologen eine bis zwei Wochen nach der Entlassung eingeleitet werden. Ein entsprechendes Schema können Sie sich auf dieser Seite anschauen bzw. ausdrucken
    • Geschlechtsverkehr kann frühestens vier Wochen nach der Operation versucht werden


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Radikale Zystektomie

  • Häusliche Vorbereitung für die Operation:
    Einen Tag vor der stationären Aufnahme: Beginn mit flüssiger Kost (klare Brühe, Cremesuppen, Joghurt, Pudding); eine Flüssigkeitsaufnahme von zwei bis drei Litern pro Tag soll erreicht werden

  • Harnwegsinfekt:
    Ein bestehender Harnwegsinfekt sollte unbedingt vor der stationären Aufnahme durch ihren niedergelassenen Urologen oder Hausarzt ausgeschlossen werden

  • Aufnahme: 1 bis 2 Tage vor der Operation

  • Operationsdauer: Zwischen 3 und 6 Stunden.

  • Überwachung: Ja
    Aufenthalt zur Überwachung auf der Intensivstation in der Regel für 24 Stunden. Besuche können am Nachmittag nach Anmeldung [Telefonnummer: (0201) 174-1760] erfolgen

  • Magensonde: Ja
    Diese wird in der Regel spätestens am Abend des Operationstages entfernt. Gelegentlich wird sie erneut gelegt

  • Redonflaschen / Drainagen: Ja
    Die Wundflüssigkeit wird aus dem Operationsgebiet mittels einer oder mehrerer Drainagen über mehrere Tage abgeleitet

  • Harnröhrendauerkatheter: Möglich und vorübergehend
    Je nach gewählter Harnableitung

  • Suprapubischer Dauerkatheter (SPDK): Möglich und vorübergehend
    Je nach Harnableitung unterschiedliche Formen möglich (Beutelversorgung, Neoblase, Einleitung in den Darm, kontinentes Reservoir zur Entleerung über einen Katheter)

  • Mobilisation: Am Operationstag abends oder nach Anordnung

  • Abführen: Am 2. postop. Tag

  • Ernährung: Schnelles Übergehen zur Normalkost (3. postop. Tag) in Abhängigkeit vom Zustand des Patienten.

  • Kontrolluntersuchungen: Ja
    • Blutgasanalysen
    • Labor- und Urinkontrollen
  • Entlassung: In der Regel zwischen dem 12. und 21. postop. Tag, abhängig von der gewählten Harnableitung

  • Zusatzinformation für die Zeit nach Entlassung:
    • Körperliche Belastung nach Entlassung langsam steigern je nach Befinden und Entlassungszeitpunkt
    • Sexuelle Rehabilitation bei nervenerhaltendem Vorgehen ca. 1-2 Wochen nach Entlassung (siehe auch Sexuelle Rehabilitation)

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TUR-Blase


  • Aufnahme: Einen Tag vor OP

  • Operationsdauer: Je nach Befund, ca. 20 bis 40 Minuten

  • Narkoseart: Allgemeinnarkose oder Rückenmarksnarkose

  • Überwachung: Ja. Aufwachraum

  • Schmerztherapie: Nach Bedarf

  • Dauerkatheter: Ja
    Entfernung nach 1 bis 3 Tagen postop. Abhängig vom Ergebniss der Blasenspülungen postop.

  • Mobilisation: Am OP-Tag

  • Abführen: Falls erforderlich

  • Ernährung: Normalkost während des gesamten Verlaufes

  • Entlassung: In der Regel zwischen dem 3. und 5. postop. Tag

  • Zusatzinformation für die Zeit nach Entlassung:
    • Wiederaufnahme einer blutverdünnenden Medikation erst nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt, in aller Regel frühestens nach einer Woche


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TUR-Prostata


  • Aufnahme: am Tag vor dem Eingriff

  • Operationsdauer: Ca. 1 Stunde, in Abhängigkeit von der Größe der Prostata.

  • Narkoseart: Rückenmarksnarkose oder Allgemeinnarkose

  • Überwachung:Ja. Aufwachraum

  • Schmerztherapie: Bei Bedarf

  • Dauerkatheter: Ja
    Entfernung nach ca. 2 Tagen. Abhängig vom Ergebniss der Blasenspülungen postop.

  • Suprapubischer Katheter: Fast immer

  • Mobilisation: Am Operationstag abends

  • Abführen: Bei Bedarf

  • Ernährung: Normalkost während des gesamten Verlaufes

  • Kontrolluntersuchungen: Ja
    • Kontrolle des Resturins nach dem Wasserlassen
    • Urin- und Laboruntersuchungen
  • Entlassung: In der Regel am 4. bis 6. postop. Tag

  • Besonderheiten:
    Normalerweise Entlassung ohne jegliche Katheter, in Einzelfällen kann der suprapubische Bauchdeckenkatheter vorübergehend belassen werden

  • Zusatzinformation für die Zeit nach Entlassung:
    • Mindestens 10 Tage keine heißen Bäder und keine Sauna
    • Mindestens 4 Wochen kein Fahrrad oder Motorrad fahren
    • Wiederaufnahme einer blutverdünnenden Medikation erst nach Rücksprache mit Ihrem behandelnen Arzt (in aller Regel frühestens 2 Wochen nach OP)
    • Aufnahme der sexuellen Aktivität nach Rücksprache mit Ihrem Arzt


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Operation bei Hypospadie


  • Aufnahme: Einen Tag vor der Operation, bei Kindern am OP-Tag

  • Operationsdauer: Zwischen 1 und 4 Stunden

  • Narkoseart: Allgemeinnarkose

  • Überwachung: Ja. Aufwachraum

  • Schmerztherapie: Je nach Bedarf medikamentös oder Leitungsanästesie (Kaudal-Block)

  • Redonflaschen / Drainagen: Selten

  • Harnröhrenkatheter: Ja

  • Suprapubischer (Bauchdecken-)Katheter: Gelegentlich

  • Mobilisation: Je nach Eingriff bis zu 4 Tage strenge Bettruhe möglich

  • Abführen: Falls erforderlich

  • Ernährung: Normalkost

  • Kontrolluntersuchungen: Ja.
    • Urinuntersuchung


  • Entlassung: In der Regel zwischen dem 5. und 10. postop. Tag

  • Besonderheiten: Bei Kindern Aufnahme eines Elternteiles möglich und erwünscht.


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Harnröhrenrekonstruktion mit Mundschleimhaut


  • Aufnahme: einen Tag vor der Operation

  • Operationsdauer: Zwischen 2,5 und 4 Stunden

  • Narkoseart: Allgemeinnarkose

  • Überwachung: Ja. Aufwachraum

  • Schmerztherapie: Nach Bedarf

  • Redonflaschen / Drainagen: Selten

  • Dauerkatheter: Ja. Für 10 Tage

  • Suprapubischer (Bauchdecken-)Katheter: Ja. Für drei Wochen

  • Mobilisation:
    • 4 Tage absolute Bettruhe
    • Weitere 5 Tage eingeschränkte Bewegungsfähigkeit


  • Abführen: Spät

  • Ernährung: Milchfreie Kost nach Anordnung der Kieferchirurgen

  • Kontrolluntersuchungen: Ja
    • Urinkontrolle
    • Röntgenbild der Harnröhre am 10. Tag nach OP
  • Entlassung: In der Regel am 10. postop. Tag
  • Besonderheiten:
    • Entlassung mit liegendem Bauchdeckenkatheter für weitere 10 Tage


  • Zusatzinformation für die Zeit nach Entlassung: Vorstellung beim niedergelassenen Urologen zur Entfernung des Bauchdeckenkatheters nach insgesamt 3 Wochen


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Harnröhrenrekonstruktion ohne Mundschleimhaut


  • Aufnahme: Einen Tag vor der OP

  • Operationsdauer: Zwischen 2 und 3 Stunden

  • Narkoseart: Allgemeinnarkose

  • Überwachung: Ja. Aufwachraum

  • Schmerztherapie: Nach Bedarf

  • Redonflaschen / Drainagen: Gelegentlich

  • Dauerkatheter: Ja. Für 7 bis 10 Tage

  • Suprapubischer (Bauchdecken-)Katheter: Ja

  • Mobilisation: In den ersten 2- 3 Tagen eingeschränkt

  • Abführen: Nach Bedarf

  • Ernährung: Normalkost

  • Kontrolluntersuchungen: Ja
    • Röntgenbild der Harnröhre nach 10 Tagen


  • Entlassung: In der Regel am 10. postop. Tag

  • Besonderheiten:
    • Entlassung mit Bauchdeckenkatheter für weitere 10 Tage, Liegedauer insgesamt 3 Wochen (ab OP gerechnet)


  • Zusatzinformation für die Zeit nach Entlassung:
    • Entfernung des Bauchdeckenkatheters durch den niedergelassenen Urologen



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Operation bei Penisverkrümmung
(Induratio penis plastica, IPP)


  • Aufnahme: Einen Tag vor der Operation

  • Operationsdauer: Zwischen 1,5 und 3 Stunden

  • Narkoseart: Allgemeinnarkose; Rückenmarksnarkose grundsätzlich möglich

  • Überwachung: Ja. Aufwachraum

  • Schmerztherapie: Nach Bedarf

  • Redonflaschen / Drainagen: Möglich

  • Dauerkatheter: Ja. Liegedauer für 2 bis 5 Tage

  • Mobilisation: Je nach Eingriff; gelegentlich Bettruhe erforderlich

  • Abführen: Nach Bedarf

  • Ernährung: Normalkost

  • Kontrolluntersuchungen: Ja
    • Verbandswechsel und Katheterentfernung meistens am 2. Tag nach der Operation


  • Entlassung: In der Regel 3 bis 6 Tage nach der Operation

  • Besonderheiten:
In schweren Fällen Gewebeersatz durch synthetisches Gewebe am Schwellkörper erforderlich

  • Zusatzinformation für die Zeit nach Entlassung:
    • Erektionen können schmerzhaft sein, sind jedoch erwünscht
    • Kein Geschlechtsverkehr für ca. 3 bis 4 Wochen



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    TVT / Obtape


    • Aufnahme: Einen Tag vor dem Eingriff

    • Operationsdauer: Zwischen 30 – 40 Minuten

    • Narkoseart: Allgemeinnarkose; Rückenmarksnarkose möglich

    • Überwachung: Ja. Aufwachraum

    • Schmerztherapie: Nach Bedarf

    • Dauerkatheter/Scheidentamponade: Für 1 bis 2 Tage

    • Mobilisation: Am Operationstag abends

    • Ernährung: Normalkost

    • Kontrolluntersuchungen: Ja
      • Kontrolle der Wundheilung in der Scheide vor der Entlassung
      • Kontrolle des Resturins nach dem Wasserlassen mittels Ultraschall
    • Entlassung: In der Regel 3 Tage nach der Operation

    • Zusatzinformation für die Zeit nach Entlassung:
      • Körperliche Schonung für ca. 2 Wochen
      • Kontrollen des Urins und Resturins nach dem Wasserlassen durch den niedergelassenen Urologen



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